Donnerstag, Mai 31, 2007

Khassaraporn Pachariyangkun

So. Jetzt aber mal fertig mit all diesen Sex-Storys, Whiskyeskapaden, Selbstmordgedanken, Räubergeschichten und Schwulio-Erlebnissen (Gut so, Herr D.?). Jetzt wieder mal was Interessantes, Lehrreiches, Braves:
Kürzlich wurde ich gefragt, was denn mein Lieblingsname sei. Klar, ich habe meine Favoriten (die ich aber hier sicher nicht preisgebe, da diese sonst ob ihrer Schönheit noch geklaut werden und für mich dann unbrauchbar werden), aber eine klare Nummer eins kann ich nicht nennen. Warum? Vornamen assoziiert man automatisch mit einer existenten Person. Nehmen wir zur Veranschaulichung den Lokomotivführer Rolf (D'oh! Sex-Story-Rückfall!). Er ist Freier und hat einen Schnauz. Das macht ihn schon mal unsympathisch wie Lepra. Und darum mögen wir auch den Namen Rolf nicht.
Anderes Beispiel: Wir kennen ein weibliches Wesen. Von unbeschreiblicher Schönheit, sanft im Umgang, edel im Auftritt, gebildet wie Wikipedia und eine Stimme als würden tausend Engel Harfe spielen: Sie heisst Laura. Und wir mögen diesen Namen – automatisch. Weil man immer wieder neue Rolfs und neue Lauras kennen lernt, die abwechselnd sympathisch oder unsympathisch daher kommen, ist die Liste meiner Lieblingsnamen immer nur temporär, also nie endgültig.
Thais heissen normalerweise weder Laura noch Rolf. Die haben ganz andere Namen, welche für uns Farangs mitunter ziemlich kompliziert sein können. Sie lauten Priditheppong, Surakiart, Upadit oder Khassaraporn (Kompliziert, ja? Aber sind wir ehrlich, wüsstest du wie man Jacqueline, Phillippe oder Ghislain schreibt, wenn es nicht hier zu lesen wäre?). Mindestens genau so schlimm sind deren Nachnamen: Bhonpayuhasena, Likhitkiatikul, Pachariyangkun oder Srisirirungsimakul. Weil offenbar sogar Thais manchmal Probleme haben, sich diese Namen zu merken, ja nur schon diese Namen auszusprechen, redet man sich eigentlich nur mit Spitznamen an, die man bei der Geburt von der Mutter bekommt. Oft haben diese Namen einen tierischen Bezug, zB: Moo (Schwein), Gai (Huhn), Meaow (Katze), Poo (Krabbe), Nok (Vogel), Pueng (Biene), Noo (Maus) oder Gung (Crevette). Weitere beliebte Namen sind Lek (klein), Nong (jung), Mai (neu), Kao (neun), A, Bee und C. Um das Kreativitäts-Niveau noch etwas höher zu schrauben haben sich einige Mütter folgende Namen ausgedacht, die mir in den letzten paar Monaten irgendwann mal zu Ohren gekommen sind (nichts erfunden):
Shampoo * Bimbim * Cake * Donut * Shit
Wobei wir im Westen ja auch nicht besser sind, schliesslich heisst die bekannte Schauspielerin Witherspoon mit Vornamen ja auch Reese... (lange Leitung oder schlechter Sauglattismus?) Heisst ihr Bruder eigentlich Noodle? Ahaaa...


Ich hab mal gesagt, dass – falls ich zu einem Blog-Beitrag kein passendes eigenes Bild hätte – ich ein Foto eines Tieres posten würde. Leider bin ich nicht allzu oft im Zoo, sodass ich genügend tierisches Bildmaterial hätte, darum habe ich folgendes Stofftier-Nashorn abgelichtet, welches ich vor ein paar Wochen in Bangkoks grösstem Vergnügungspark per Geschicklichkeits-Billard für meine Liebste heroisch gewonnen habe. Sie will ihn nicht mehr. Jetzt steht er in meinem Apartment. Er ist über 1 Meter hoch und würde auf den Namen Pompam hören, falls er taugliche Ohren hätte. Wer ihn will kann ihn gegen eine kleine Umstands-Gebühr bei mir abholen. Sofort. Oder gratis.

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3 Kommentare:

Anonymous Herr D. meinte...

Ja. Gut so.

Juni 01, 2007 10:14 AM  
Anonymous Kimmu meinte...

What did u do to my Pompam! Gosh i knew it! I shouldnt have told u that shes female!

Juni 06, 2007 11:01 AM  
Anonymous Mac meinte...

Hey Gabriel. What's up. Am in India just surfing web. Found this web: http://www.nos.nl/nosjournaal/artikelen/2007/6/12/120607_bush_horloge.html It's in German lang. George Bush getting his watch stolen :-D Check it out

Juni 12, 2007 7:58 PM  

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