Fegefeuer in Pattaya
Da war ich jetzt also auch. In Pattaya. Ein übler Ruf geht dem ehemals so ruhigen Fischerdorf am Golf von Siam voraus. Sextouristen, Prostituierte, Dildo-Shows, Drogen, Alkohol – und es stimmt. Pattaya ist eigentlich gar keine Stadt, sondern vielmehr das weltgrösste Puff. Es hat keine Rotlicht-Viertel, sondern ist ein Rotlicht-Ganzes (Haben dies auch die Nicht-Mathematiker, also alle Frauen, Sprachtalentierten und sonst irgendwie Dummen verstanden? 1/4 --> 4/4 = 1, eben). Auf mehrere Kilometer zieht sich das horizontale Gewerbe entlang der Küste hin. Pussy Darling Night Club, Spicy Girls Bar, Boys Heaven und und und. Hier werden alle lüsternen Gedanken befriedigt. Apropos himmlische Buben: Meine letzten paar Tage waren etwas geprägt von der Farbe Rosa. Es grenzt ganz und gar nicht an Paranoia wenn ich behaupte, dass mich die Homosexualität seit kurzem regelrecht verfolgt. Nicht, dass mich dies sonderlich stören würde, es fällt halt einfach auf:
Nun, ich hab ja jetzt endlich mit dem Internship bei BK Magazine angefangen. Auf der Redaktion arbeiten nebst mehreren Frauen (Was meine implizierte These, Frauen seinen sprachgewandt, haben jedoch keinen blassen Schimmer von Mathematik, essentiell stützt, ha!) insgesamt 4 Männer. Die Hälfte davon ist schwul, vielleicht noch einer mehr. Unsere nächste Ausgabe wird eine Besondere sein: Gay-Issue – Guide to Gay Bangkok (Faktisch bin ich jetzt also Journi bei einem Gay-Magazine... das muss ich erst mal schlucken).
Vor einer Woche wollte ich nur schnell im Supermarket eine Pomelo kaufen (Ist das schon schwul? Oder geht das noch durch als metrosexuell oder vielleicht einfach gesundheitsbewusst? Bitte, bitte?) – und laufe mitten in ein rosarotes happy Gay-Festival. Ui ui uiii!
Und dann der Beach in Pattaya. Unser Condominium (So nennt man hier Apartments, die zu vermieten sind, wirklich) steht direkt am Strand. Und natürlich ist dieser ein Gay-Strand. Und dort hab ich mir dann noch eine Pedicure gegönnt. Hmmm.
Es scheint, also wollte mich der liebe Gott wirklich auf Herz und Nieren ob meiner Sexualität prüfen. Um sozusagen schon im Voraus die Weichen für Himmel oder Hölle zu stellen (Hoffentlich ists noch lange nicht soweit. Ich denke, der Herrgott ist einfach ein guter Planer und macht alles schon sehr früh im Voraus, ja?). Übrigens habe ich Pattaya recht genossen. Ich war ja schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr am Meer. Ein bisschen Jet Ski fahren und Minigolf spielen, sonst nix – ein Schelm wer Böses dabei denkt! Übrigens hab ich die Prüfung mit Bravour bestanden und komme – wenn nix mehr schief geht – in den Himmel, glaubs (Das wäre ja jetzt Ironie pur, wenn ich nächstens sterben würde. Touch wood. Falls ich das Zeitliche dennoch bald segnen sollte, dann halt dumm gelaufen. Schreibt bitte folgendes auf meinen Grabstein: Gekommen und dann gegangen.).








Labels: Travel


1 Kommentare:
ich will den gabriel in einem geilen village people outfit sehen! gruss simon
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