Mittwoch, März 07, 2007

Schorsch Gaggo und sein Hang zu Serpentin

Dada ist Gaga. Das musste ich einfach mal sagen. Von Kunst habe ich zwar etwa so viel Ahnung wie Piero Esteriore vom Paarungsritual der Koreanischen Tempelböcke, aber dass Dada Antikunst ist, hat sogar ein Kunstmuffel wie ich längst erkannt. Eine absolut sinnlose, oder – um es aus dadaistischer Warte etwas euphemistischer auszudrücken – sinnfreie Unsinnansammlung. So.
Wenn man dann schon nicht schöpferisch sein kann, weil man einfach keine Kunstader hat, warum lässt man’s dann nicht einfach sein? Einer, der nicht kochen kann, kocht ja auch nicht. Und warum? Weil’s nicht schmeckt, weil’s niemand essen will. Nicht mal Rex. Oder Krölg, wie gemeine Dadaisten ihren süssen Schosshund nennen würden.
Auf der Suche nach der Daseinsberechtigung von Dadaismus (heutzutage soll man ja alles hinterfragen und reflektieren – ansonsten interessierte mich Dada nicht die Bohne) bin ich so ziemlich ins Leere gelaufen. Weder ästhetisch noch politisch. Weder lustig noch inspirierend. Kokolores und Habakuk! Da es doch eine Raison d’être geben muss, habe ich mich daran gewagt, gleich 2 dadaistische Gedichte zu schreiben, um der Wahrheit so Nahe wie möglich zu kommen.


:gedicht Erstes mein

Voltaire oder Voltaire nicht? Er wollte, aber sie wollte nicht. Gögööö.
Knoltsie oder Knoltsie nicht? Sie knollte, aber er knollte nicht. Gügüüü.
(Geschrei)
Fulapsi Tabsi Tuuuuu – Nein! Alles in Butter. Saba-Sing!
Eene, Meene, Muh – Raus bist deine Mutter. Bada-Bing!
(Geheule)


Schorsch Gaggo und sein Hang zu Serpentin

Oh mein Buddha! Was machst denn duda?
Dada!
Aha. Gaga.
Nix Gaga! Dada!
Hrüüüüüüüümm.


Nach dem Abfassen dieser Gedichte ist mir klar geworden, dass ich jetzt auch ein begnadeter Dadaist bin. Und dass es – neben der Objektsexualität (Liebe zu einem Cheminee, zum Beispiel) – nichts blöderes gibt als Dadaismus. Man darf mich ruhig Spiesser oder konservativ nennen. Vielleicht bin ich auch einfach nur dumm und „habe es nicht verstanden“. Geht mir an meinem – immerhin nicht sinnfreien – Arsch vorbei. Hrüüüüüümm.

Mein Tip an Dadaisten: Aus Hass auf die eigenen kunstfreien Adern, diese mit einem spiessigen Victorinox-Sackmesser aufschneiden um dann zu Roy Orbisons „Pretty Woman“ wild umher schütteln. In einem steril-weissen Raum sieht das sicher recht crazy aus. Wow! Und damit geht man dann immerhin als sterbender Performancekünstler in die Kunstgeschichte ein. Gögööö.

Der war glaubs ein echter Künstler, sagt man.
Pablo Picasso @ Madame Tussaud’s, Victoria Peak, Hong Kong

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1 Kommentare:

Blogger Nina in Thailand meinte...

uiui... dini temporär Trennig vo eus "normale" Lüüt da in Bangkok schiint Würkig zzeige!

may pen rai ;-)

ps: bi natürli en heimliche Fan vom Schorsch Gaggo ;-)

März 08, 2007 2:27 AM  

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