Ich war wieder in China...
...und zwar in Shenzhen und damit richtig China. Wobei so ganz richtig China ist das ja auch nicht. Genauso wie Hong Kong und Macau ist Shenzhen eine sogenannte „Special Economic Zone“.
Vor rund 25 Jahren war Shenzhen ein kleines Provinz-Städchen mit gerade mal 30'000 Einwohnern. Chinas Machthaber Deng Xiaoping meinte dann: „Lasst den Westwind herein. Reichtum ist ruhmvoll.“ Seine Worte zeigten Wirkung: Heute ist Shenzhen die am schnellsten wachsende Stadt weltweit und ist jetzt schon eine 12-Millionen Metropole.
Ich bin also mit dem Zug von Hong Kong über die chinesische Grenze nach Shenzhen gefahren. Vorbei an den New Territories und deren Satelliten-Städte mit hunderten seelenlosen Hochhäusern. Formales im Immigration Office erledigt und durch die Passkontrolle, habe ich meinen Fuss zum ersten mal auf chinesischen Boden gesetzt. Die Hauptattraktion von Shenzhen, so sagt man, sei ein riesiger Einkaufstempel mit – was weiss ich – über 200 Shops. Direkt an der Grenze. Ansonsten sei Shenzhen eine von Kleinkriminellen und Prostituierten gesäumte Retortenstadt mit dem Charme einer Scheibe Brot. Na und? Dafür kann man billig und gut shoppen.
Dass die Verkäufer im Konsumparadies allerdings derart aufdringlich und aggressiv sind, so dass Patpong geradezu als Hort pensionierter und gelangweilter Verkäufer da steht, damit hätte ich nicht gerechnet. Genervt vom ewigen „Hello Mister. Have Louis Vuitton, Gucci, Prada, Dolce Gabbana.“ und dem nicht endenden Begrapschen und Betatschen meines Arms, flüchtete ich nach nur wenigen Minuten zurück ins zivilisierte(re) Hong Kong. Lago mio – die Chinesen sind vielleicht aggro drauf! Incredibile!
So. Das war alles aus China. Wirklich mitnehmen konnte ich von dort nichts, ausser ein paar komischen Eindrücken. Zumindest habe ich jetzt einen chinesischen Stempel und Visum im Reisepass. Immerhin.







Labels: Travel


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