Hong Kong - Capital of Asia
So nennt sich Hong Kong selbst. Wobei dies eher auf einen langweiligen Werbeslogan zurückzuführen ist, als dass es der Wahrheit entspricht. Asien kann keine Hauptstadt haben, dafür sind die Kulturen und deren Metropolen viel zu unterschiedlich. Oder wie soll man Tokyo mit Mumbay vergleichen?! Can not.
Dass sich HK trotzdem zur „Hauptstadt Asiens“ krönt zeugt von ihrer Überheblichkeit. Gewiss hat die ehemalige Kolonie Gross Britanniens viele Gründe, sich als Weltstadt zu präsentieren. Zum einen ist HK ein Wirtschaftszentrum und bietet neben Sir Norman Fosters „Robot“ architektonisch weitere Schmuckstücke, die einer Metropole ein prestigeträchtiges Gesicht verleihen. Auch kulturell kann man in HK einiges erleben. Museum reiht sich an Museum. Wiener Sänger Knaben hier, Riverdance dort. Und wer auf ausgedehnte Shoppingtouren gehen will, kommt auf der Nathan Road, auf den vielen Märkten in Mongkok, oder in einem der unzähligen Shopping-Centers auf seine Kosten. Alles cheap cheap. Und der Blick vom Victoria Peak auf Hong Kong Island und Kowloon ist schlicht atemberaubend. One of a kind!
Was mir an HK missfällt ist die mangelnde Ambiance, die fehlende Seele dieser Metropole. Wo auch immer ich nach einem Strassencafe suchte, irrte ich erfolglos umher. All die Starbucks, Black Canyon Coffees, Bluecups sind fast ausschliesslich in grossen Shopping-Komplexen untergebracht. Offensichtlich verschiebt sich die Markt-orientierte asiatische Gesellschaft langsam von den offenen Strassenmärkten in die klimatisierten, sauberen Shopping-Tempel. Damit wird zwar die Gefahr von Vogelgrippe etwas eingedämmt, andererseits geht dabei der für Asien so typische Marktstimmung verloren. Zudem gilt in allen öffentlichen Gebäuden HKs Rauchverbot. Was ist schon ein Espresso ohne Zigi? Pff...
Hauptstädtisch ist HK höchstens bei seinen Übernachtungspreisen. Ein miserables Zimmer, kleiner als jedes normales Badezimmer, kriegt man kaum unter 30 US$. Für asiatische Verhältnisse horrende Preise. Auch kulinarisch wurde ich mehr als enttäuscht. Da gibt’s eigentlich nur Peking-Ente mit Kantonesischem Reis. Hat man einmal keine Lust auf diese ewigen Schnabel-Enten, sieht man sich gezwungen entweder extrem überteuerten International Food zu essen, oder sich mit McDonald’s zu verköstigen. Warum wohl wird mir immer wieder Entscheidungsaversion vorgeworfen? Hä?!
Trotzdem - Hong Kong ist eine Reise wert. Vor allem für Touris, die noch nie in Asien waren, dürfte HK so etwas wie das Tor nach Asien sein und einen möglichen Kulturschock mindern. Die Hauptstadt Asiens ist Hong Kong aber nicht. Da hat BKK nach wie vor mehr zu bieten.
Dass sich HK trotzdem zur „Hauptstadt Asiens“ krönt zeugt von ihrer Überheblichkeit. Gewiss hat die ehemalige Kolonie Gross Britanniens viele Gründe, sich als Weltstadt zu präsentieren. Zum einen ist HK ein Wirtschaftszentrum und bietet neben Sir Norman Fosters „Robot“ architektonisch weitere Schmuckstücke, die einer Metropole ein prestigeträchtiges Gesicht verleihen. Auch kulturell kann man in HK einiges erleben. Museum reiht sich an Museum. Wiener Sänger Knaben hier, Riverdance dort. Und wer auf ausgedehnte Shoppingtouren gehen will, kommt auf der Nathan Road, auf den vielen Märkten in Mongkok, oder in einem der unzähligen Shopping-Centers auf seine Kosten. Alles cheap cheap. Und der Blick vom Victoria Peak auf Hong Kong Island und Kowloon ist schlicht atemberaubend. One of a kind!
Was mir an HK missfällt ist die mangelnde Ambiance, die fehlende Seele dieser Metropole. Wo auch immer ich nach einem Strassencafe suchte, irrte ich erfolglos umher. All die Starbucks, Black Canyon Coffees, Bluecups sind fast ausschliesslich in grossen Shopping-Komplexen untergebracht. Offensichtlich verschiebt sich die Markt-orientierte asiatische Gesellschaft langsam von den offenen Strassenmärkten in die klimatisierten, sauberen Shopping-Tempel. Damit wird zwar die Gefahr von Vogelgrippe etwas eingedämmt, andererseits geht dabei der für Asien so typische Marktstimmung verloren. Zudem gilt in allen öffentlichen Gebäuden HKs Rauchverbot. Was ist schon ein Espresso ohne Zigi? Pff...
Hauptstädtisch ist HK höchstens bei seinen Übernachtungspreisen. Ein miserables Zimmer, kleiner als jedes normales Badezimmer, kriegt man kaum unter 30 US$. Für asiatische Verhältnisse horrende Preise. Auch kulinarisch wurde ich mehr als enttäuscht. Da gibt’s eigentlich nur Peking-Ente mit Kantonesischem Reis. Hat man einmal keine Lust auf diese ewigen Schnabel-Enten, sieht man sich gezwungen entweder extrem überteuerten International Food zu essen, oder sich mit McDonald’s zu verköstigen. Warum wohl wird mir immer wieder Entscheidungsaversion vorgeworfen? Hä?!
Trotzdem - Hong Kong ist eine Reise wert. Vor allem für Touris, die noch nie in Asien waren, dürfte HK so etwas wie das Tor nach Asien sein und einen möglichen Kulturschock mindern. Die Hauptstadt Asiens ist Hong Kong aber nicht. Da hat BKK nach wie vor mehr zu bieten.








Labels: Travel


1 Kommentare:
Such professional pictures Gabriel 10/10!
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